Die Evolution einer Idee - Das neue Ludschter Shakespeare-Konzept

In Ludwigsstadt werden die größten Klassiker der Weltliteratur nun schon seit Jahren erfolgreich im absolut einmaligen Ludschter Dialekt gespielt. Lebenslustig, volksnah, verständlich und unterhaltsam! Fröhlich, frech und spektakulär!

Denn obwohl Ludwigsstadt in Oberfranken liegt, also in Bayern, sprechen die Ludwigsstädter weder fränkisch noch bayerisch, sondern thüringisch - und das in einer ganz eigenen Ausprägung mit sächsischem Einschlag. Eine so ganz und gar einzigartige Mischung und ein so einzigartiger Dialekt - das gibt es nirgends sonst in Deutschland!

Und das - ja, genau das - war die ursprüngliche Idee, das ursprüngliche Konzept der Shakespeare-Spiele Ludwigsstadt: Diesen einmaligen Dialekt zu pflegen und bekannter zu machen, indem man die größten Klassiker der Weltliteratur in eben jener Mundart aufführt.

Aber … schau an ... ganz ohne unser Zutun hat sich diese Idee in den letzten Jahren weiterentwickelt. Denn erstens spricht nicht jeder Schauspieler in Ludwigsstadt den Ludschter Dialekt, es werden auch große Teile der jeweiligen Stücke in Hochdeutsch gesprochen … oder … und das ist neu … im Thüringer Dialekt.

Denn im Laufe der Jahre wuchs das Team der Festspiele um viele Thüringer Schauspieler an. Fast die Hälfte der Truppe besteht inzwischen aus Thüringern, die zum Beispiel aus Probstzella oder Bad Lobenstein kommen. Und die Shakespeare-Spiele sind so zu einer Art kultureller Brücke, einer Verbindung zwischen alten und neuen Bundesländern geworden … oder wie eine Thüringer Zeitung es nannte: Zu einem fränkisch-thüringischen Kulturprojekt.

Und das ist sie, die Zukunft unserer Festspiele: Eine Brücke zwischen Franken und Thüringen. Denn eigentlich ist auch Ludwigsstadt selber und natürlich der Ludschter Dialekt bereits eine Brücke zu Thüringen. Vor dem Krieg gehörten Ludwigsstadt und Probstzella praktisch zusammen. Freundschaften wurden gepflegt, Familien gegründet und gemeinsame Feste gefeiert. Und dieser historischen Tradition fühlen sich die Festspiele verpflichtet.

Hurrah!

Das heißt, in Zukunft wird das Herausheben des Ludwigsstädter Dialektes in den Hintergrund treten. Freilich werden die lustigen, fröhlichen Personen weiterhin Ludschtrich plaudern, aber es wird auch ab und an Thüringisch gesprochen und natürlich vor allem Hochdeutsch.

Fortan stehen die Aufführungen selbst, die Stücke, die großen Klassiker, die interpretiert werden von einer fröhlich-frechen, fränkisch-thüringischen Schauspieltruppe, im Vordergrund - nicht mehr der Ludschter Dialekt.

Die Shakespeare-Spiele haben sich also weiterentwickelt zu einer Brücke zwischen Thüringen und Franken … zu einer fröhlichen, friedlichen und freundschaftlichen Verbindung zwischen alten und neuen Bundesländern. Zu einem fränkisch-thüringischen Kultur-Ereignis! Einem fränkisch-thüringischen Volkstheater!

Pressestimmen

„Ludwigsstadt wird Festspielstadt!“   Bayerisches Fernsehen

„Stehende Ovationen, tosender Jubel - „Shakespeare in Ludscht“ legt eine gelungene Premiere hin.“   Neue Presse, Coburg

„Ludscht macht Spaß. Das war dem Publikum circa zehn Vorhänge wert und stehende Ovationen.“   Fränkischer Tag, Bamberg

„Die Ludwigsstädter haben ein Stück Theatergeschichte geschrieben.“   Ostthüringer Zeitung

„Mit Daniel Leistner und dem Ludwigsstädter Ensemble haben die „Beiden Veroneser“ das Festspielpublikum bestens unterhalten.“ TV Oberfranken

„Der Ludschter Dialekt - ein prima Mittel, um der Genialität der bildhaften Sprache Shakespeares und der authentischen Tiefe seiner Charaktere gerecht zu werden.“ Radio Bayern 1